Vanessa Lüer

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Vanessa Lüer, OStR´
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Ärztekammer Niedersachsen

Kooperation

Ärztekammer Niedersachsen
An der Petrikirche 1
38100 Braunschweig

Kontaktdaten der Sachbearbeiterin und der Ausbildungsberaterin

 

 

Medizinische Fachangestellte/ Medizinischer Fachangestellter

Die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten/ zum Medizinischen Fachangestellten dauert drei Jahre und findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt (Duales System).

 

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Welche Tätigkeitsbereiche gibt es?

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Was wird von den Auszubildenden erwartet?

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Wie ist der Berufsschulunterricht organisiert?

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Welche schulischen Fächer und Lerninhalte werden unterrichtet?

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Wer ist für die Prüfungen zuständig, wann finden sie statt und welche Prüfungsbereiche sind vorgesehen?

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Wann gibt es Zeugnisse?

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Welche Exkursionen und Veranstaltungen werden durchgeführt?

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Welche allgemeinbildenden Abschlüsse können durch den Besuch der Berufsschule erworben werden?

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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben sich nach der Berufsausbildung?

 


 

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Welche Tätigkeitsbereiche gibt es?

Medizinische Fachangestellte arbeiten in der Regel in Praxen niedergelassener Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen oder in Medizinischen Versorgungszentren. Darüber hinaus sind sie aber auch in Klinikambulanzen, Rehaeinrichtungen und medizinischen Laboratorien oder in der medizinischen Forschung, pharmazeutischen Industrie sowie in Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens tätig.

Hauptaufgabe der Medizinischen Fachangestellten/des Medizinischen Fachangestellten ist die Betreuung der Patientinnen und Patienten vor, während und nach der Behandlung. Sie assistieren der Ärztin/dem Arzt bei Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffen und führen zum Teil selbstständig diagnostische Maßnahmen und Laborarbeiten durch. Ein wichtiger Teil ihrer Tätigkeit liegt in der Organisation und Verwaltung der Arztpraxis, was auch die Dokumentation von Behandlungsabläufen und das Erfassen von erbrachten Leistungen und deren Abrechnung beinhaltet.

 

 

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Was wird von den Auszubildenden erwartet?

Persönliche Voraussetzungen

Freude im Umgang mit Menschen, Interesse und Verständnis für ihre Probleme und Bedürfnisse und ein damit verbundenes hohes Maß an Einfühlungsvermögen sollten als Grundeinstellung vorhanden sein, wenn Sie den Beruf der Medizinischen Fachangestellten/des Medizinischen Fachangestellten ausüben möchten.

Da bei den Tätigkeiten der/des Medizinischen Fachangestellte Kommunikation und Beratung eine große Rolle spielen, ist ein freundliches Auftreten, Aufmerksamkeit und Taktgefühl sowie gute Ausdrucksfähigkeit von Bedeutung.

Das Arbeitsverhalten einer Medizinischen Fachangestellten/eines Medizinischen Fachangestellten sollte darüber hinaus auch geprägt sein durch Geduld und Belastbarkeit in Stresssituationen, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kritikfähigkeit und Bereitschaft zur Teamarbeit. Das Interesse an medizinischen Themen und verwaltenden Tätigkeiten ist Grundvoraussetzung für diesen Beruf.

Schulische Voraussetzungen

Für die Ausbildung zur MFA ist gesetzlich keine bestimmte Schulausbildung vorgeschrieben. Einzige Voraussetzung ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Ein guter Realschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss ist allerdings aufgrund der Anforderungen in diesem Beruf empfehlenswert.

 

 

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Wie ist der Berufsschulunterricht organisiert?

Die Medizinischen Fachangestellten besuchen im 1. Ausbildungsjahr (Grundstufe) an zwei Wochentagen die Berufsschule; ein Unterrichtstag ist der Mittwoch, der andere ein weiterer Wochentag. Vorgesehen sind insgesamt 18 Wochenstunden.

Im 2. und im 3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1 und Fachstufe 2) findet der Berufsschulunterricht nur an einem Wochentag statt, dies ist aber nicht der Mittwoch. Hier sind dann 9 Unterrichtsstunden vorgesehen.

Wochen-
stunden
Berufsschultage
18
Mittwoch (1. Berufsschultag)
und ein 2. Berufsschultag
9
Unterricht an einem Berufsschultag
9
Unterricht an einem Berufsschultag

 

 

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Welche schulischen Fächer und Lerninhalte werden unterrichtet?

Im Berufsschulunterricht werden ein berufsübergreifender Lernbereich und ein berufsbezogener Lernbereich unterschieden.
Zum berufsübergreifenden Lernbereich gehören die Fächer Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache (Englisch)/Kommunikation, Politik, Sport und Religion.
Zum berufsbezogenen Lernbereich zählen die Lernfelder 1 bis 12 und Zusatzangebote.
Folgende Gliederung sieht die Stundentafel vor:

Grundst. Std./Wo. Fachst. 1 Std./Wo.
Fachst. 2 Std./Wo.
2 1
1
2    
2 1
1
2    
2    
 
Grundstufe
Im Beruf und Gesundheitswesen orientieren
Patienten empfangen und begleiten
Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
Bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
Zwischenfällen vorbeugen und in Notfallsituationen Hilfe leisten
Individuelle Lernförderung*
Fachstufe 1
Waren beschaffen und verwalten
Praxisabläufe im Team organisieren
Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankung des Urogenitalsystems begleiten
Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankungen des Verdauungssystems begleiten
Fachstufe 2
Patienten bei kleinen chirugischen Behandlungen begleiten und Wunden versorgen
Patienten bei der Prävention begleiten
Berufliche Perspektiven entwickeln

* im 2. Halbjahr der Grundstufe (ausgewählte 8 Schülerinnen bzw. Schüler)

 

 

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Wer ist für Prüfungen zuständig, wann finden sie statt und welche Prüfungsbereiche sind vorgesehen?

Für die Durchführung der folgenden Prüfungen ist die Ärztekammer Niedersachsen zuständig.

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung findet nach den ersten 18 Ausbildungsmonaten, also im 2. Ausbildungsjahr statt. Sie dient dazu, den jeweils erreichten Ausbildungsstand zu ermitteln und schließlich mögliche Kenntnislücken für die Abschlussprüfung aufzuzeigen. Die Zwischenprüfung wird in einem zeitlichen Rahmen von 120 Minuten durchgeführt.

Abschlussprüfung

Die Prüfung zum Ausbildungsende besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.
Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung werden folgende drei Bereiche geprüft:

  • Behandlungsassistenz (120 Min.)
  • Betriebsorganisation und –verwaltung (120 Min.)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Min.)

In der praktischen Prüfung zeigen die angehenden Medizinischen Fachangestellten anhand eines komplexen Patientenfalls ihre Fähigkeiten im täglichen Handeln ihres Berufes. Die Prüfung dauert maximal 75 Minuten.

 

 

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Wann gibt es Zeugnisse?

Zeugnisse werden zum Schuljahresende ausgestellt, Halbjahreszeugnisse werden in der Berufsschule nicht ausgegeben.

 

 

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Welche Exkursionen und Veranstaltungen werden durchgeführt?

Es werden eintägige Klassenfahrten mit Berufsbezug durchgeführt. Möglich sind z.B. der Besuch des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité oder des Science Centers Berlin des Prothesenherstellers Otto Bock, der Besuch des Museums „Dialog im Dunkeln“ oder „Dialog im Stillen“ in Hamburg, eine Fahrt zur Experimentierlandschaft „Phaeno“ in Wolfsburg oder eine Besichtigung der MHH in Hannover.

Außerdem ist eine Besichtigung der Wanderausstellung „Echte Körper“ möglich, wenn diese in Braunschweig oder Umgebung gastiert.

Außer berufsbezogener Klassenfahrten sind auch Tagesausflüge zur Stärkung der Klassengemeinschaft möglich wie z.B. Fahrrad- oder Kanutouren oder Teilnahme an Veranstaltungen wie „Room Escape“ oder der Besuch eines Hochseilgartens.

 

 

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Welche allgemeinbildenden Abschlüsse können durch den Besuch der Berufsschule erworben werden?

Parallel zur Ausbildung im Ausbildungsbetrieb findet während der gesamten Ausbildungsdauer der Besuch der Berufsschule statt.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung erhält man den „Sekundarschulabschluss I - Realschulabschluss“.
Um den höherwertigen Schulabschluss „Erweiterter Sekundarschulabschluss I“ zu erreichen, müssen mindestens befriedigende Leistungen in den beruflichen Lernfeldern sowie in den allgemeinbildenden Fächern Deutsch und Englisch erbracht werden.
Im Anschluss an die erfolgreiche Berufsausbildung kann die Fachoberschule besucht werden. Dort kann nach einem Jahr die allgemeine Fachhochschulreife erlangt werden. An der Helene-Engelbrecht-Schule wird die Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit-Pflege angeboten.

 

 

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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben sich nach der Berufsausbildung?

Als ausgelernte/r Medizinische/r Fachangestellte/r haben Sie die Möglichkeit, sich weiterzubilden.
Die folgende Auflistung zeigt eine Auswahl an Möglichkeiten:

  • Verah® (Versorgungsassistent/in in der Hausarztpraxis)
  • Verah® Plus (ergänzende und strukturierende Weiterbildung)
  • Nicht-ärztliche/r Praxisassistent/in (NäPA)

Sollten Sie Interesse an weiteren Möglichkeiten der Weiterbildung als Medizinische/r Fachangestellte/r haben, können Sie sich bei der Ärztekammer Niedersachsen informieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbildersprechtag

Im Februar jeden Jahres findet ein Ausbildersprechtag statt. Hier kann ein Austausch über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler sowie über deren Arbeits- und Sozialverhalten stattfinden.