Kerstin Schulz

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Von der BBS 4 zur Helene-Engelbrecht-Schule -
wie die Schule zu ihrem Namen kam

Bei der Suche nach einem geeigneten Namen für die BBS 4 waren drei Aspekte wichtig:

  1. Es sollte sich um eine Frau handeln, da die Schule zu ca. 90 % von Schülerinnen besucht wird.
  2. Es sollte sich um eine Person handeln, die einen Bezug zu Braunschweig hat.
  3. Das Engagement der Person sollte nach Möglichkeit dem Profil der Schule nahe kommen.

Helene Engelbrecht erfüllt mit ihrem Wirken in Braunschweig, das geprägt war durch den Einsatz für notleidende Frauen und Kinder, alle drei Bedingungen.

 

Helene Engelbrecht

wurde am 18. November 1849 in Braunschweig geboren
und verstarb hier am 28. August 1927

Sie lebte bis ca. 1900 in Bremen, in der Familie eines ihrer Brüder, und sorgte dort für die Erziehung dessen Kinder.

1900 kehrte Helene Engelbrecht nach Braunschweig zurück und nahm die Stelle der Oberin der Ottmerstiftung im Frauenhilfsverein Elisabeth an.

Sie engagierte sich für die Betreuung weiblicher Strafgefangener in Wolfenbüttel, insbesondere kümmerte sie sich um deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Zur Unterstützung der Entlassenen gründete sie einen Hilfsverein.

Seit 1906 arbeitete sie durch ihr Engagement für den Frauenhilfsverein intensiv im Braunschweiger Kinderschutz mit. Auf ihre Initiative hin bildete der Verein auch Frauen für die Waisenpflege aus, die dann bei der Stadt arbeiteten. 1908 trennte sich die Ausbildung von Pflegerinnen als selbstständiger Zweig vom Frauenhilfsverein ab.

Helene Engelbrecht kümmerte sich nun um "verschämt Arme", deren Notlagen sie durch Rat und Tat dauerhaft zu beseitigen suchte. Um noch bessere Unterstützung leisten zu können, gründete sie mit einigen Mitarbeiterinnen ein Amt für Auskunft, Arbeitsnachweis und Arbeitsvermittlung, später kam eine Rechtsschutzstelle hinzu.

Aus dieser Arbeit heraus erwuchs ihre Forderung nach der Gleichberechtigung der Frau. 1909 setzte sie die Einstellung einer Krankenkassenkontrolleurin, einer Polizeiassistentin und einer Wohnungsinspektorin in Braunschweig durch.