Berufsfachschule Altenpflege

Altenpflegerinnen und -pfleger sind die Fachkräfte, die speziell dafür ausgebildet werden, alte Menschen zu beraten, zu begleiten und zu betreuen. Schon diese kurze Aussage macht klar, dass sie für weit mehr qualifiziert sind als die reine körperliche Pflege und Versorgung. Sie sind als Fachkräfte die Spezialisten, die alte Menschen in allen Lebenslagen umfassend begleiten und andere Nichtfachkräfte darin anleiten, sie zu unterstützen.

Sie besitzen medizinisch-pflegerisches Wissen und entsprechende Fertigkeiten, wissen wie sie neben den Pflegebedürftigen, deren Angehörige aber auch assistierende Pflegekräften beraten können, arbeiten mit an Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegequalität. Sie haben gelernt alte Menschen in persönlichen und sozialen Angelegenheiten zu beraten und zu betreuen und Sterbende in ihrer letzten Lebensphase umfassend zu begleiten.

Ihr Einsatzbereich reicht von stationären oder teilstationären Einrichtungen, über ambulante Dienste bis hin zu Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dabei arbeiten sie eng mit medizinischen, therapeutischen und sozialpädagogischen Fachkräften zusammen.

Neugierig geworden? Dann nehmen sie Kontakt zu uns auf.

Voraussetzungen sind u. a.:

1. Sekundarabschluss I – Realschulabschluss, einen anderen gleichwertigen Bildungsstand oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert,

2. Die bestandene Abschlussprüfung an der Berufsfachschule – Altenpflegehilfe –

oder

3. Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Krankenpflegehelferin bzw. Krankenpflegehelfer.

Der Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (Erweitertes Führungszeugnis §30a BZRG) sowie der gesundheitlichen Eignung muss bei Beginn der Ausbildung vorliegen, nachdem Sie die Zusage eines Schulplatzes erhalten haben. Die Vordrucke für die Beantragung des Führungszeugnisses sowie für den Nachweis des Immunschutzes erhalten Sie bei Zusage des Schulplatzes.

Zur Aufnahme ist zusätzlich ein Ausbildungsvertrag mit dem Träger einer stationären oder ambulanten Einrichtung der Altenpflege vorzulegen. Dieser Platz für die praktische Ausbildung soll in der Stadt/Region Braunschweig liegen.

Berufsqualifikation: Nach dem Bestehen der Abschlussprüfung erhalten Sie die Erlaubnis die geschützte Berufsbezeichnung ‚Altenpflegerin‘ beziehungsweise ‚Altenpfleger’ führen zu dürfen (Urkunde). Hieraus resultieren für Sie derzeit sehr gute und vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in Altenpflegeeinrichtungen der Region sowie in ganz Deutschland, da es sich um eine bundeseinheitlich geregelte Ausbildung handelt. Über Fort- und Weiterbildungen stehen für Sie zahlreiche Wege zur Weiterqualifizierung (Leitungsfunktionen) und Spezialisierung (Wundexpertin/-experte, Qualitätsbeauftragte usw.) im Pflegebereich offen.

Fachhochschulreife: Über einen so genannten Ergänzungsbildungsgang können Sie parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife in Kombination  mit dem Ausbildungsabschluss erwerben. Diese berechtigt Sie zu einem Studium an einer Fachhochschule. Zum Beispiel an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften [Link]. Daran können sich für Sie universitäre Studienmöglichkeiten u. a. im Lehramt für Berufsbildende Schulen – Pflege – oder auch im Bereich Pflegewissenschaften anschließen.

Gesundheits- und Krankenpflege: Mit erfolgreichem Abschluss als Altenpflegerin/ Altenpfleger können Sie die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege verkürzen und eine Doppelqualifikation erwerben.

Die theoretische Ausbildung findet je nach Schulhalbjahr an zwei bzw. drei Unterrichtstagen pro Woche mit je acht Unterrichtsstunden statt.

Berufsübergreifender Lernbereich

Mit den Fächern Deutsch/Kommunikation, Englisch/Kommunikation, Politik und Religion.

Berufsbezogener Lernbereich

Mit insgesamt sieben Unterrichtsfächern, die die pflegerischen, medizinischen, psychosozialen und rechtlichen Kompetenzen vermitteln, die Grundlage für  professionelles Handeln in der Altenpflege sind.

Praktische Ausbildung

Berufsbezogener Lernbereich – Praxis –

Während des Bildungsgangs wird zusätzlich eine praktische Ausbildung von insgesamt 2.500 Zeitstunden in geeigneten Pflegeeinrichtungen durchgeführt.

Die praktische Ausbildung ist in mindestens drei der folgenden Einrichtungen durchzuführen:

a) Heim oder einer stationären Pflegeeinrichtung, wenn es sich dabei um eine Einrichtung für alte Menschen handelt,

b) ambulante Pflegeeinrichtung, wenn deren Tätigkeitsbereich die Pflege alter Menschen einschließt,

c) psychiatrische Klinik mit gerontopsychiatrischer Abteilung oder andere Einrichtungen der gemeindenahen Psychiatrie,

d) Allgemeinkrankenhaus, insbesondere mit geriatrischer Fachabteilung oder geriatrischem Schwerpunkt oder geriatrische Fachklinik,

e) geriatrische Rehabilitationseinrichtung,

f) Einrichtungen der offenen Altenhilfe.

Davon müssen mindestens 2.000 Zeitstunden in den ersten beiden genannten Einrichtungen abgeleistet werden.

Die Vergütung in der praktischen Ausbildung orientiert sich an der tariflichen Vergütung für die Schülerinnen und Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege. Sie beträgt derzeit mindestens 80% des genannten Tarifs.

Es wird kein Schulgeld erhoben.

Ausbildungskosten entstehen u. a. durch Lehrbücher, Materialien, Erste-Hilfe-Kurse,  Besichtigungen und Besuche von Theater- und Kinoveranstaltungen, Exkursionen, Urkundengebühren/Gebühren für Bescheinigungen und letztlich dreitägige verpflichtende Seminarfahrten zu speziellen Ausbildungsthemen.
Dies sind im 1. Ausbildungsjahr insgesamt max. 310,00€ (davon rund 180,00€ für Lehrbücher), max. 160,00€ im 2. Ausbildungsjahr und max. 220,00€ im 3. Ausbildungsjahr.

Unser Ausbildungsangebot an der Helene-Engelbrecht Schule ist…

…vielseitig:

Wir setzen vielfältige Unterrichts- und Erarbeitungsmethoden ein, die  Ihnen individuelle Lernzugänge bieten, um für Sie einen möglichst hohen Lernerfolg zu ermöglichen.

Die Teammitglieder bringen eine große Bandbreite an professionellen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ein, die von pflegefachlichen  über medizinische bis hin zu geragogischen und theaterpädagogischen Kompetenzen reichen. Dies ermöglicht eine ebenso große Bandbreite an ergänzenden und vertiefenden Angeboten im Zusammenhang mit dem Unterricht und darüber hinaus.

Aber noch viel mehr. Zum Beispiel…

…bieten wir an, eines der zwei verpflichtenden Praktika im zweiten Ausbildungsjahr in Dänemark zu absolvieren. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern vor Ort. Gefördert über das EU-Programm Erasmus+. http://www.erasmusplus.de

…unternehmen wir in jedem Ausbildungsjahr eine Seminarfahrt zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Über Ihre Teilnahme daran erhalten Sie ein Zertifikat.

…ermöglicht unser Bildungsangebot bereits während der Altenpflegeausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben – Voraussetzung Sekundarabschluss I -Realschulabschluss. Bei schon vorliegender FH-Reife können wir in Kooperation mit der Ostfalia [Link] den Einstieg in ein Pflegestudium im Praxisverbund bieten. Das bedeutet, 2 Semester eines Pflegestudiums werden bereits während der Altenpflegeausbildung absolviert, so dass sich Ihre Studiendauer nach der Ausbildung auf lediglich 2 Jahre verkürzt.

 

…verlässlich:

Über E-Mail und Telefon sind wir für Ihre Fragen stets binnen kurzer Frist erreichbar. Wir nehmen uns Zeit für Sie – für Ihre Fragen, Anregungen, für Ihre Bedenken. Insbesondere dann, wenn Sie in der praktischen Ausbildung  auf neue Herausforderungen treffen. Hier stehen, jährlich wechselnd, betreuende Lehrkräfte des Teams als Ansprechpartner für Sie und Ihre Ausbildungseinrichtung  zur Verfügung. 

Ihre Meinung zählt aber auch an vielen anderen Stellen z. B. in der jährlich stattfindenden schulweiten Schülerinnen- und Schülerbefragung im Rahmen unseres Qualitätsmanagements oder bei den persönlichen Unterrichtsrückmeldungen jeder einzelnen Lehrkraft.

Und sollten Sie mal das „rettende Ufer“ nicht mehr sehen, so wissen Sie unser Beratungsteam an ihrer Seite.

…vernetzt:

Um aktuell zu bleiben und neue Entwicklungen in Beruf und Bildungswesen aufzunehmen, zu erörtern und mitzugestalten, tauschen wir uns regelmäßig mit anderen Schulen und Bildungsträgern aus, erarbeiten Konzepte, stimmen uns ab – Ausbildungsübergreifendes Kooperationsprojekt mit der Pflegeschule des Marienstifts, Mitglied im Netzwerk der Altenpflegeschulen der Region Braunschweig und der Landesarbeitsgemeinschaft der Altenpflegeschulen in Nds.

…versiert:

Unsere Lehrkräfte kennen das Berufsfeld. Sie verfügen über mehrjährige Erfahrung in sozialen und pflegerischen Berufen. Sie wissen, worauf es ankommt.

…verkehrsgünstig gelegen:

Die Helene-Engelbrecht-Schule liegt verkehrsgünstig mitten in Braunschweigs Innenstadt. Damit ist sie nicht nur auf dem täglichen Schulweg gut zu erreichen. In direkter Nachbarschaft oder über kurze Wege erreichbar befinden sich gleich mehrere Pflegeeinrichtungen.

…vertraut:

2015 sind es mittlerweile 20 Jahre, in denen an der Helene-Engelbrecht-Schule Altenpflegerinnen und Altenpfleger ausgebildet werden. Das bedeutet neben einer Menge angesammelter Erfahrung, dass wir eng und vertrauensvoll mit zahlreichen Einrichtungen der Altenpflege zusammenarbeiten. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler arbeiten mittlerweile als so genannte Praxisanleitungen an der Ausbildung mit oder befinden sich in Leitungspositionen  stationärer Einrichtungen und werden Sie vor Ort in Ihren Praxiseinsätzen optimal unterstützen.