Fachschule Heilerziehungspflege

HEPs sind die Fachkräfte für das umfangreiche Berufsfeld der Behindertenhilfe. Ihre Aufgaben umfassen Beratung, Assistenz, Förderung, Erziehung und Bildung von Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen aller Altersstufen.

In stationären oder teilstationären Einrichtungen, bei ambulanten Diensten oder in eigener unternehmerischer Verantwortung koordinieren HEPs Hilfeleistungen und arbeiten eng mit medizinischem, therapeutischem und sozialpädagogischem Personal zusammen.

HEPs nehmen dabei häufig eine Vermittlungsposition zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen ein. Ihnen kommt somit eine wichtige soziale wie kulturelle Rolle zu.

Wer noch mehr erfahren will, nimmt Kontakt zu uns auf oder schaut sich das Kompetenzprofil der BAG HEP an.

Die Voraussetzungen zur Aufnahme an der Fachschule Heilerziehungspflege sind unter anderem

  1. der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder anderer gleichwertiger Bildungsstand und

    a) der erfolreiche Besuch einer einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege – Schwerpunkt Persönliche Assistenz

    oder

    b) eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung und der Berufsschulabschluss oder ein anderer gleichwertiger Bildungssstand

    oder

  2. eine Hochschulzugangsberechtigung und ein für die Fachrichtung einschlägiges Praktikum von 400 Zeitstunden (etwa ein ‚Freiwilliges soziales Jahr‘)

Der Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (Erweitertes Führungszeugnis § 30 BZRG) sowie der gesundheitlichen Eignung muss bei Beginn der Ausbildung vorliegen, nachdem die Bewerberin bzw. der Bewerber die Zusage eines Schulplatzes erhalten hat. Den Vordruck für die Beantragung des Führungszeugnisses sowie für den Nachweis des Immunschutzes erhalten Sie bei Zusage des Schulplatzes.

Berufsqualifikation: Mit dem erfolgreichen Besuch der Fachschule Heilerziehungspflege wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Heilerzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Heilerzieherungspfleger“ zu führen.

Als Fachkraft für das Berufsfeld der Behindertenhilfe ergeben sich daraus vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten – hier in der Region beispielsweise bei der Lebenshilfe Braunschweig, der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung und bei vielen anderen mehr.

Fachhochschulreife: Zusammen mit der Berufsqualifikation erwerben Sie die Fachhochschulreife. Diese berechtigt Sie zu einem Studium an einer Fachhochschule ohne Beschränkungen auf eine bestimmte Fachrichtung – zum Beispiel an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (http://www.ostfalia.de/cms/de/).

Die dreijährige Ausbildung beinhaltet theoretische und praktische Anteile, die an der Helene-Engelbrecht-Schule integrativ unterrichtet werden. Pro Schulwoche erfolgt an drei Tagen Theorieunterricht in der Schule und an zwei Tagen eine von der Schule begleitete Ausbildung in der Praxis. Die Helene-Engelbrecht-Schule kooperiert mit regionalen Einrichtungen der Behindertenhilfe, sodass die Schülerinnen und Schüler in den insgesamt nachzuweisenden 1500 Stunden praktischer Ausbildung die wesentlichen Bereiche heilerziehungspflegerischer Tätigkeit kennenlernen.

Welcher Unterricht wird erteilt?

Berufsübergreifender Lernbereich
Deutsch/Kommunikation
Englisch/Kommunikation
Mathematik/Naturwissenschaften
Politik
Religion

Berufsbezogener Lernbereich –
Theorie mit den Modulen

M1Entwicklungsaufgaben wahrnehmen und begleiten
M2Individuelle Beziehungs- und Bildungsprozesse initiieren
M3Menschen bedürfnisorientiert pflegen
M4Kommunikation als Mittel der Beziehungsgestaltung nutzen
M5Berufsidentität entwickeln
M6Optionales Lernangebot
M7Individuelle Entwicklungsbedingungen beurteilen
M8Individuelle Bildungsprozesse gestalten und reflektieren
M9Menschen unter Einbeziehung vertiefter medizinischer Kenntnisse bedürfnisorientiert pflegen
M10Kommunikative Fähigkeiten unterstützen
M11Team- und Organisationsprozesse gestalten
M12Optionales Lernangebot

M13

Entwicklungsprozesse evaluieren
M14Komplexe Bildungsprozesse evaluieren
M15Menschen in besonderen Situationen individuell pflegen, anleiten und begleiten
M16Kommunikative Fähigkeiten im systemischen Kontext anwenden
M17Betriebliche Abläufe steuern
M18Optionales Lernangebot


Berufsbezogener Lernbereich – Praxis mit den Modulen

  • P1 Grundlegende heilerziehungspflegerische Assistenzangebote entwickeln, umsetzen und reflektieren
  • P2 Differenzierte heilerziehungspflegerische Assistenzangebote entwickeln, umsetzen und evaluieren
  • P3 Leitungsverantwortung übernehmen

Die Ausbildung an der Helene-Engelbrecht-Schule ist kostenfrei.

Geringe Kosten entstehen allerdings dennoch. So fallen etwa für die Seminarfahrten pro Ausbildungsjahr zwischen 60,- bis 90,- Euro an (Unterkunft in einem Tagungshaus und Verpflegung).
Weiterhin entstehen die üblichen Ausgaben für Lehrbücher, Materialien, für den Erste-Hilfe-Kurs etc.
Eine Vergütung für die praktischen Einsätze wird grundsätzlich nicht gezahlt. Die Schülerinnen und Schüler sind in die Förderung durch das Bundesausbildungsförderungssgesetz (BAföG) einbezogen.

Hier, an der Helene-Engelbrecht-Schule, beginnen Sie Ihre Ausbildung. Wir sind…

… vielseitig:

Unterricht heißt bei uns: Wir diskutieren gemeinsam mit Ihnen die aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen zum Beruf. Wir erarbeiten Modelle und Theorien, damit Sie berufliche Aufgaben professionell bewältigen können.

Aber noch viel mehr. Zum Beispiel…
…bieten wir an, den Praxiseinsatz im zweiten Ausbildungsjahr in Österreich zu absolvieren. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern vor Ort. Gefördert über das EU-Programm Ersasmus+
http://www.erasmusplus.de

…unternehmen wir in jedem Ausbildungsjahr eine Seminarfahrt zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Und über Ihre Teilnahme daran erhalten Sie ein Zertifikat.

…präsentiert regelmäßig eine HEP-Klasse ihre Ergebnisse aus dem Unterricht ‚Darstellendes Spiel‘ beim Walk ’n‘ Art Festival in Braunschweig
http://walk-n-art-bs.de/aktuelles/

…verlässlich:

Über E-Mail, Telefon oder über unser Intranetforum sind wir für Ihre Fragen stets binnen kurzer Frist erreichbar. Wir nehmen uns Zeit für Sie – für Ihre Fragen, Anregungen, für Ihre Bedenken. Insbesondere dann, wenn Sie in Praxiseinsätzen auf neue Herausforderungen treffen.

…vernetzt:

Unser Anliegen ist es, aktuelle Entwicklungen im Beruf und im Bildungswesen aufzunehmen, zu diskutieren und mitzugestalten. Deshalb tauschen wir uns regelmäßig mit anderen Schulen und Bildungsträgern aus, erarbeiten Konzepte, stimmen uns ab.

…versiert:

Unsere Lehrkräfte kennen das Berufsfeld. Sie verfügen über mehrjährige Erfahrung in sozialen und pflegerischen Berufen. Sie wissen, worauf es ankommt.

…verkehrsgünstig gelegen:

Die Helene-Engelbrecht-Schule liegt verkehrsgünstig mitten in Braunschweigs Innenstadt. Damit ist sie nicht nur auf dem täglichen Schulweg gut zu erreichen. In direkter Nachbarschaft oder über kurze Wege erreichbar befinden sich gleich mehrere Einrichtungen der Behindertenhilfe. Darin liegt ein echter Vorteil, wenn es um die unkomplizierte und vielseitige Auswahl von Praxisplätzen geht.

…vertraut:

Seit mehr als 10 Jahren werden an der Helene-Engelbrecht-Schule Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger ausgebildet. Damit verfügen wir nicht nur über eine Menge Erfahrung. Das heißt auch, dass wir eng und vertrauensvoll mit Einrichtungen der Behindertenhilfe zusammenarbeiten. Viele unserer ehemaligen Schülerinnen und Schüler arbeiten mittlerweile dort. Gemeinsam mit weiteren Mentorinnen und Mentoren werden sie Sie vor Ort optimal in Ihren Praxiseinsätzen unterstützen.

Wir machen Inklusion.

Zumindest dann, wenn Inklusion nicht allein als schlichte „Teilhabe“ am gesellschaftlichen Ganzen betrachtet wird. Wir verstehen Inklusion als „Teil-sein“. Das beinhaltet bewusstes und aktives Mitgestalten, Mitreden, Mitdenken, Mitentscheiden und Mitablehnen.

Dafür müssen Voraussetzungen geschaffen werden. Menschen müssen darin bestärkt werden, ihre Wünsche und Vorstellungen zu erkennen und zu benennen.
Andere wiederum müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass es diese Wünsche gibt, dass sie ihre Berechtigung haben. Dass man gemeinsam Wege finden muss, um eine Gesellschaft zu verwirklichen, in der es nicht die einen und die anderen gibt.

Das geschieht nicht von selbst. Irgendjemand muss es angehen. Und das machen Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger schon seit Jahrzehnten. Wir als Fachschule Heilerziehungspflege gestalten, organisieren und begleiten dies.

Kontakt

Sandra Berger, OStR´in
Teamleitung

0531 4704184
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